Urlaub über Weihnachten und Neujahr 97/98
Von: Frank Velten
Anreise
Zunächst allein von Bonn am 23.12.97. Vera ist noch in Kiel, wir haben uns vorgestern ziemlich heftig gefetzt.
Daher werde ich Heiligabend alleine verbringen. Hoffentlich wird Vera am ersten Weihnachtstag
nachkommen?
Nachtrag: Mittlerweile sind wir verheiratet......
Die Anreise ist wie immer problemlos, der Campingplatz war schon reserviert (wieder mit Blick zum „nicht“ vorhandenen Tennsee und aufs Karwendelgebirge. Schnee ist hier unten so gut wie keiner, erst ab 1200m findet sich eine geschlossene Schneedecke. Die neuen Winterreifen waren wohl eine Fehlinvestition!
24.12.97 Fereinsalm 1410m (Soierngruppe)
1 Tourenverlauf
Gegenüber vom Campingplatz Isarschleife (890m) an der B 2 zwischen Krün und Mittenwald geht es einen Forstweg hinauf. Ich hoffte, daß bei so schlechten Schneeverhältnissen der Aufstieg zur Soiernspitze über die Fereinsalm möglich wäre. Aber je höher ich steige desto mehr Schnee liegt hier. An der Fereinsalm angekommen liegt die Schneehöhe bei ca. 50 cm. An einen Aufstieg ist nicht mehr zu denken. Also geht’s wieder zurück zum Basecamp „Tennsee“.
2 Infos zur Tour
Wetterlage: Erst bestes Sonnenwetter, später nimmt die Bewölkung zu.
Höhendifferenz: Parkplatz - Fereinsalm ca. 520m
Gehzeiten: Parkplatz - Fereinsalm ca. 2,5 Std., Abstieg ca. 1.50 Std. Gesamtdauer der Tour ca. 5 Std.
Einkehrmöglichkeiten: Fereinsalm (nur im Sommer geöffnet)
Ausrüstung: Daypack , Pulli, Essen und Getränk
Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 45
25.12.97 Wank (1779m)
1 Tourenverlauf
Mit dem Auto geht’s nach Garmisch zum Parkplatz Wankbergbahn. Hier stelle ich das Auto ab und gehe über den licht bewaldeten Südwesthang aufwärts. Nach ca. 2,5 Std erreiche ich den Wankgipfel. Bei ca. 1400m Höhe war der Weg mit Schnee bedeckt, eine Spur führte aber sicher zum Gipfel. Oben schien die Sonne und viele, sehr viele Menschen (sie kamen mit der Gondelbahn) saßen, wie ich auch auf der Terasse vor dem Wankhaus und sonnten sich. Nach ca. 2 Std.(Sonnenbad) ging es wieder hinunter zum Auto. Ich wollte noch etwas Essen und mir die Innenstadt anschauen, denn gegen 22.00 Uhr sollte Vera mit dem Zug kommen. Da der Wank nicht nur ein Aussichtsberg erster Klasse ist (Blick aufs Wetterstein) sondern wegen der Gondelbahn auch noch einfach zu „besteigen“ ist, muß man bei gutem Wetter immer mit Menschenmassen hier oben rechnen.
2 Infos zur Tour
Wetterlage: Denn ganzen Tag Sonne.
Höhendifferenz: Parkplatz - Gipfel 1029 m
Gehzeiten: aufwärts ca. 2,5 Std; abwärts ca. 2 Std.
Einkehrmöglichkeiten: Wankhaus oder Jausenstation Sonnenalm, beides auf dem Wankgipfel
Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke
Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 49
26.12.97 Hoher Kranzberg (1391m)
1 Tourenverlauf
Vom Campingplatz geht’s über den Höhenweg auf direktem Wege über den Gasthof St. Anton zum Kranzberg. Oben am Kranzberggipfel gibt es erst einmal eine Brotzeit. Die Aussicht ist wegen der tiefhängenden Wolken bescheiden. Vorteil ist, daß man bei diesem Wetter fast alleine unterwegs ist. Über den Rückweg gibt es nichts zu sagen.
2 Infos zur Tour
Wetterlage: Anfangs Sonnenschein, später ziehen Wolken auf . Während des Aufstiegs auf den Kranzberg ein kurzer Schauer..
Höhendifferenz: Campingplatz - Hoher Kranzberg ca. 516 m
Gehzeiten: Campingplatz - Kranzberg - und zurück ca. 6 Std.
Einkehrmöglichkeiten: Gasthof St. Anton 1140m, Kranzberghaus 1370m
Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke
Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 46
27.12.97 Tennsee - Elmau -Ferchensee - Lautersee -Mittenwald - Tennsee
1 Tourenverlauf
Wunderschöne Winterwanderung bei leichtem Schneefall!
Gemeinsam mit Vera geht es ab dem Campingplatz über die Buckelwiesen (typisch für diese Gegend) zum Schloß Kranzbach. Schloß Kranzbach ist ein Hotel, was von außen ziemlich nobel aussieht. Die Übernachtungspreise sind jedoch sehr günstig (Ü mit F, Dusche auf der Etage ab 80,-DM). Von hier aus geht es weiter zum Schloß Elmau. Elmau wurde anfang dieses Jahrhunderts errichtet. Erst als Heilstätte, später als Hotel. Die Lage ist einmalig, eingebettet zwischen grünen Hügeln blickt man auf das gesamte Wettersteingebirge. Unser Weg führt uns hinter dem Schloß zwischen dem Sockel des Kranzberges und dem Wetterstein weiter zum Ferchensee. Der Weg und das Wetter (es schneit leicht) sorgen dafür, daß wir diese Tour als einmalige Winterwanderung in unseren Erinnerungen haften bleibt. Kurz vor dem Ferchensee begegnet uns sogar ein Pferdeschlitten. Am Gasthof Ferchensee gibt es (auf Wunsch von Vera) einen Glühwein. Anschließend machen wir auf einer Bank am See eine längere Brotzeit. Dannach geht’s weiter am Lautersee vorbei durch eine schmale Schlucht (teilweise auf Holzstiegen parallel zum Bach) nach Mittenwald hinein. In Mittenwald „besichtigen“ wir fast alle Konditoreien und haben die Gelegenheit in der alten Barockkirche eine Chorprobe für ein abendliches Weihnachtskonzert zu hören. Unser Weg führt uns aus dem Ort hinaus, parallel zur alten Landstraße nach Kleis kommen wir wieder zu den Buckelwiesen. Über den Höhenweg (phantastischer Rundumblick; Wetterstein, Karwendel, Soierngruppe und Herzogstand) geht’s nun wieder zum Campingplatz.
2 Infos zur Tour
Wetterlage: leichter Schneefall
Höhendifferenz: keine nennenswerte Höhendifferenz
Gehzeiten: Rundwanderung Gesamtdauer ca. 5- 6 Sd.
Einkehrmöglichkeiten: Gasthof am Ferchensee und in Mittenwald
Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke
Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 47
29.12.97 Partnachklamm (1391m)
1 Tourenverlauf
Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz an der Olympiaschanze in Garmisch. Bis kurz vor dem Klammeingang muß man über eine Fahrstraße wandern. Kein schöner Weg, aber für die vielen Klammbesucher die zu Fuß kommen oder mit Pferdekutschen fahren, ein komfortabler Weg. Die Klamm selbst finde ich nicht so spektakulär wie die Höllentalklamm. Da aber die zweite geschlossen ist und Vera noch keine Klamm gesehen hat, gibt’s halt diese. Hinter der Klamm gehen wir hinauf zur Hängebrücke, um die Klamm von oben besichtigen zu können. Zwischenzeitlich wechselt sich Regen mit Schneefall ab. Der Rückweg führt uns wieder zur Fahrstraße und weiter zum Parkplatz.
2 Infos zur Tour
Wetterlage: Bedeckt zeitweise leichter Schneefall.
Höhendifferenz: ca. 250m
Gehzeiten: ca. 3 Std. (etwa 45 min. durch die Klamm)
Einkehrmöglichkeiten: verschiedene, jedoch nicht mein Geschmack
Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke
Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 50
30.12.97 Brunnenkopf (1718m)
1 Tourenverlauf
Ziemlich einsame Tour einen Tag vor Sylvester, immerhin konnten wir uns noch Linderhof anschauen
Gipfel Brunnenkopf
2 Infos zur Tour
Wetterlage: Sonnenschein
Höhendifferenz: Linderhof (930) - Brunnenkopfhäuser 660 m weiter zum Gipfel (1718m) ca. 120 m
Gehzeiten: Parkplatz Linderhof - Gipfel ca. 3 Std, Abstieg ca. 2 Stdt..
Einkehrmöglichkeiten: Brunnenkopfhäuser nur im Sommer bewirtschaftet.
Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke
Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 56
31.12.97 Teufelstättkopf (1758m)
1 Tourenverlauf
Sylvestertour erst ganz einsam, dann am Pürschlingshaus mit den Massen auf den Gipfel. Viele Oberamergauer wollen hier wohl Sylvester feiern. Rückkehr fast im Dunkeln
2 Infos zur Tour
Wetterlage: trocken, bewölkt
Höhendifferenz:
Parkplatz -Linderhof - Pürschlingshaus (1565m) ca. 635m,
weiter zum Gipfel (1758m) ca. 193 m
Gehzeiten: Parkplatz Linderhof - Pürschlinghaus 2,5 Std. , weiter zum Gipfel 45 min, Abstieg 2 Std.
Einkehrmöglichkeiten: Pürschlinghaus, ganzjährig bewirtschaftet
Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke
Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 52
01.01.98 Seekar (1601m)
1 Tourenverlauf
Erste Tour im neuen Jahr. Lange Wanderung, einmal verlaufen, vom Sonnenschein haben wir nicht viel , weil die Tour durch Waldgelände geht, Lengrieser Hütte überfüllt. Die letzten des Tages auf der Seekarspitze, Vera bleibt unterm Kreuz stehen. Super
Sonnenuntergang
2 Infos zur Tour
Wetterlage: Sonnenschein,
Höhendifferenz: Parkplatz Ausgangspunkt - Lengrieser Hütte ca. 600m zum Gipfel ca. 260m
Gehzeiten: Parkplatz - Lengrieser Hütte ca. 3 Std. mit Umweg, zum Gipfel 45min., Abstieg ca. 2,5 Std, Gesamtdauer .6,5 Std.
Einkehrmöglichkeiten: Lengrieser Hütte ganzjährig bewirtschaftet
Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke
Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 35