Sommerurlaub 2005
3 Tage Tour Spronser Seen in der Texelgruppe
mit Besteigung der Hohen Wilde (3482 m)
DATUM: 24.07.2005 - 26.07.2005
Teilnehmer(in): Vera und Frank Velten
und Dieter und Ingrid Gremmel (DAV Hannover)
ihre Webseite: http://gremmel.info/dieter/Berge/bergeneu.htm
1 Tourenverlauf
24.07.05
Wie verabredet (fast jedenfalls) treffen wir uns um 14.30 Uhr in Partschins und suchen zunächst gemeinsam nach einem guten Startpunkt für die Tour bzw. Parkplatz für die Fahrzeuge. Meinen Bus stellen wir unweit des Gasthofes Birkenwald ab (nicht weit vom Partschinser Wasserfall) und fahren nun mit dem zweiten Fahrzeug weiter hinauf...
Kurz vor der Steiner Alm (1442 m) haben wir einen Platz für Dieter´s Auto gefunden. Und nun endlich laufen wir los...
Erstes Etappenziel ist die Nassereith Hütte (1523 m), hier genehmigen wir uns erst mal einen Kaffee und Kuchen, denn bisher war dafür keine Zeit gewesen. Nach ca. 1 Stunde steigen wir immer parallel zum Zielbach hinauf und erreichen gegen Abend dann unser Tagesziel, die Lodnerhütte (2259 m). Die Hütte ist Ausgangspunkt zur Besteigung des Roteck´s (3337 m), Lazinser Rötelspitze (3037 m) und dem Tschigat (3000 m). Doch nicht für uns, denn wir wollen morgen über die Johannesscharte (2872 m) hinüber zur Stettiner Hütte (2875 m).
25.07.05
Ausgeruht geht`s nun von der Hütte zur Johannesscharte hinauf. Rechts sehen wir die vereiste Flanke der Hohen Weiße (3281 m). Leider ist das Wetter über Nacht eher schlechter geworden, immer wieder ziehen dicke Wolkenfelder über uns hinweg, so dass der Blick zu den Gipfeln der Texelgruppe oder auch später in die Ötztaler Alpen oft nicht möglich ist. Die Scharte ist wenig gesichert (einige Drahtseile) und viel loses Geröll erschweren den Auf- und Abstieg. Unterhalb der Scharte folgen wir den Steigspuren über den Grubferner nach rechts zu einem kleinem Gletschersee, den Frank "na klar" gleich wieder als Badesee "missbrauchen" muss. Wieder hinauf erreichen wir das Eisjöchl (2895 m) und treffen hier auf den Meraner Höhenweg, der die gesamte Texelgruppe umrundet. Unterhalb des Jöchl´s sehen wir schon unser Ziel, die Stettiner Hütte (2875 m). Es ist zwar erst 12.00 Uhr, wir beschließen aber trotzdem auf der Hütte zu bleiben. Denn ich (Frank) möchte gerne noch die Hohe Wilde (3482 m) besteigen. Dieter kann sich nicht durchringen mich zu begleiten und Vera ist leider noch zu erschöpft. So starte ich kurze Zeit später alleine. Über den "Hans Grützmacher Weg" gelange ich nach einer knappen Stunde zum südlichen Gipfel der Hohen Wilde. Leider ist das Wetter bzw. die Sicht so schlecht, dass ich nach einigen bescheidenen Gipfelfotos recht zügig wieder den Rückweg antrete. Oberhalb der Hütte treffe ich Vera, die mir schon vollen "ausgeruhter" Ungeduld entgegen kommt. Gemeinsam gehen wir zur Hütte zurück.
Wieder erleben wir einen sehr schönen und vor allem lustigen Hüttenabend....
An unserem Tisch hat sich eine illustre Gruppe gefunden. Neben Dieter, Ingrid, Vera und mir sind da noch zwei Mountainbiker (deren Namen ich leider nicht mehr weiß) sowie Jana und Ronny (zwei Bergneulinge) aus Altenberg bei Leipzig. Es wird viel erzählt und noch mehr gelacht...und noch mehr getrunken...
26.07.05
Gegen 8.45 Uhr verlassen wir die Hütte, das Wetter ist etwas besser. Am Grafsee im ständigem Auf und Ab erreichen wir die Andelsalm (2297 m) im Lazinstal. Weiter den Weg Nr. 40 A folgend kommen wir zum Biwak "Lammer" (2698 m), eine Biwakschachtel, unterhalb der Milchseescharte. Nach einer kurzen Pause steigen wir über die Scharte dann hinab zum Milchsee, einer der 10 Spronser Seen. Leider wird nichts aus unserem geplanten "Badetag", denn es ist zu kalt und wir sind auch nicht alleine hier... na dann halt beim nächsten Mal!
Hier beratschlagen wir, wie wir nun weitergehen wollen. Vera und ich möchten noch die anderen Seen erwandern, Ingrid und Dieter entscheiden sich für den Weg über die Hochgangscharte (2455 m), um damit eine etwas kürzere Wegstrecke zum Hochganghaus (1839 m) zu haben.
Exkurs: Nach den Aussagen von Dieter ist der Abstieg von der Hochgangscharte ziemlich mühsam und strapaziert enorm die Knie.
Wir hingegen erleben nun den Langsee und den Grünsee, eine wirklich tolle Landschaft, die bei besserem Wetter jedem gut ambitionierten Bergwanderer zu empfehlen ist. Unsere Route führte uns leider nicht mehr zum Spronser Joch und damit auch nicht zum Schietersee, Schwarzsee und Kesselsee. Denn von dort soll man einen sehr guten Überblick über die Spronser Seen haben. Wir steigen über den Weg Nr. 6 hinab zur Oberkaseralm (2131 m), wo wir auch erst mal eine "Hefeweizen" Pause machen. An der Kaser lacke und Pfitcherlacke vorbei steigen wir wieder zur Taubenscharte (2230 m) hinauf.. ja, es ist schon ein ordentliches Auf- und Ab in der Texelgruppe, auch ohne die lohnenswerten Gipfel zu besteigen. Von der Scharte geht´s nun im steilen Gelände hinab zur Kuhalm und nach einer weglosen Querung nach rechts treffen wir wieder auf den Meraner Höhenweg, der uns nun ebenfalls zum Hochganghaus bringt. Dieter und Ingrid sind schon seit einiger Zeit an der Hütte (die sehr schön gelegen auch von innen recht rustikal ist). Sie wollen hier übernachten. Vera und ich entscheiden uns trotz der mittlerweile fortgeschrittenen Tageszeit doch noch nach Partschins hinab zu steigen, denn ich möchte morgen früh zur Similaun hinauf.
So verabschieden wir uns voneinander, es war sehr nett mit Euch!!
Zügig erreichen wir erst Dieter´s Auto und dann per "Anhalter" auch unseren Bus und gegen 20.30 Uhr sitzen wir bei einer leckeren Pizza und schauen nach oben in die Texelgruppe wo sich gerade ein Gewitter entlädt.
Gegen 23.00 Uhr liegen wir nach einem langen Tag in unseren Schlafsäcken in unserm Bus. Morgen will ich hinauf zur Similaun.....
2 Infos zur Tour
Höhendifferenz:
1. Tag Aufstieg: 800 HM Abstieg: Gehzeiten: ca. 3,5 Std.
2. Tag Aufstieg: 400 HM Abstieg: 250 HM Gehzeiten: ca. 3,5 Std.
Nur Hohe Wilde Auf- und Abstieg: ca. 600 HM
3. Tag Aufstieg: 750 HM Abstieg: 1400 HM Gehzeiten: ca. 9, 0 Std.
Nur Abstieg nach Partschins (Auto): 400 HM und 1 Std.
Einkehrmöglichkeiten: Oberkaseralm
Unterkunft: Nassereith Hütte, Lodner Hütte, Stettiner Hütte, Oberkaser Alm, Hochganghaus (privat)
Literatur: AV Führer
Und aus der Reihe "Fazination Berga" des WDR´s der Beitrag "Spronser Seenplatte" und "Meraner Höhenweg"