Isarwinkel/Walchensee

Tourenwochenende 01.05-04.05.98 

Von: Frank Velten


Anreise
Ich war auf Dienstreise in Bonn und Vera kam von Kiel. Getroffen haben wir uns in Würzburg, wo ich Vera vom Bahnhof abholte. Kurz vor München haben wir dann im Bus übernachtet. Am nächsten Morgen ging es weiter durch München auf die Autobahn nach Garmisch. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens (ist ja ein langes Wochenende) fahren wir schon in Kochel  (Kochelsee) von der Autobahn. Am See vorbei geht es über die Kesselbergstraße zum Walchensee. Hier begeistert uns das gute Wetter und da es noch früh am Tage ist, entscheiden wir uns für den Herzogstand, ein netter Aussichtsberg der Voralpen. 

 



01.05.98 Herzogstand (1731m), Heimgarten (1790m)


1 Tourenverlauf
Vom Parkplatz der Herzogstandbahn geht es im Zickzack zu den Herzogstandhäusern (1575m). Hier legen wir erst einmal eine Brotzeit ein. Nach einer guten halben Stunde geht es weiter zum Gipfel (1731m). Mittlerweile hat sich das Wetter deutlich verschlechtert. Oben auf dem Gipfel erleben wir ein Gewitter. Unweit von uns steht ein Gipfelkreuz, ein Blitz schlägt dort hinein. Nach einer halben Stunde klart der Himmel wieder auf. Nach kurzer Beratung entscheiden wir uns, daß wir noch auf den Heimgarten steigen. Immer den Himmel beobachtend (es zieht sich wieder zu) gehen wir über dem Verbindungsgrat zum Heimgarten (1790m). Von dort steigen wir wieder zum Parkplatz ab. 

2 Infos zur Tour
Wetterlage: Erst bestes Sonnenwetter, später nimmt die Bewölkung zu , es fängt an zu regnen. Auf dem Gipfel Gewittereinlage mit Blitzeinschlag. Danach bleibt es stark bewölkt und am Parkplatz regnet es wieder.


Höhendifferenz:         Parkplatz - Herzogstand 931m, 

                                Herzogstand - Heimgarten ca. 200m Aufstieg. 

                                Gesamt: 1131m


Gehzeiten: Parkplatz - Herzogstandhäuser ca. 1.40 Std., weiter zum Gipfel ca. 30min, weiter zum Heimgarten ca. 1 Std., Abstieg ca. 1.50 Std. Gesamtdauer der Tour ca. 6 Std.


Einkehrmöglichkeiten: Herzogstandhäuser (1575m) Touristisch voll erschlossen wegen der Seilbahn.


Ausrüstung: Daypack , Pulli, Essen und Getränk


Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 42/43



02.05.98 Benediktenwand (1801m)


1 Tourenverlauf
Start der Tour war in der Jachenau. Während die Sonne in Norddeutschland scheint, regnet es in Bayern Bindfäden. Dies wird eine Tour die im Regen begonnen wurde und auch enden wird. Dafür ist der Weg, der im Buch „Wintertouren“ als sehr lang beschrieben wird, abwechslungsreich. Die Steigung ist mäßig. Ab 1400 m Höhe haben wir eine geschlossene Schneedecke. An der Abzweigung zum Gipfel 1650m entscheiden wir uns, erst einmal zur Tutzinger Hütte zu gehen. Der Weg führt halb um den Gipfel herum, um dann ca. 200m abwärts (über ein Schneehang mit pappigem Schnee) zur Hütte zu gehen. Hier angekommen gibt es erst einmal einen warmen Teller Suppe. Die Hütte sieht recht urig aus. Von Benediktbeuren ist sie ist jedoch recht einfach zu erreichen, daher ist anzunehmen, daß sie in der Saison gut besucht wird. Nach ca. 1 Std. treten wir den Heimweg an, daß heißt den Schneehang wieder hoch (Vera ist begeistert.....). Nach zügigen 2,5 Std. sind wir wieder am Auto in der Jachenau. 


2 Infos zur Tour
Wetterlage: Stark bewölkt, fast ständig ist es am regnen.


Höhendifferenz:         Parkplatz - Abzweigung zum Gipfel 750 m, 

                                Abzweigung - Tutzinger Hütte 200m abwärts


Gehzeiten: aufwärts ca. 3,5 Std; abwärts ca. 2,5 Std.


Einkehrmöglichkeiten: Tutzinger Hütte, im Sommer leicht von Benediktbeuren zu erreichen


Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke


Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 38



03.05.98 Kramer (1980m)


1 Tourenverlauf

Vom Parkplatz Kirche St. Martin (Partenkirchen) immer an der Flanke des Kramers aufwärts zum Gasthof St. Martin (1150m). Von hier hat man eine tolle Aussicht über Garmisch-Partenkirchen und dem Wetterstein. Unten im Dorf findet zur Zeit ein Schützenumzug (über 40 Vereine) durch die Straßen statt. Schirmherr dieser Veranstaltung ist der Landesvater von Bayern Edmund Stoiber. Die Musik schallt bis zu uns hinauf. Weiter geht’s über den Königsweg Richtung Gipfel. Oben am Grat zwischen Kramer und einem namenlosen Gipfel angekommen, stellen wir fest, daß das letzte Stück zum Gipfel nur über eine verschneite Altschneeflanke (ca. 150m bis zum Gipfel) geht Vera ist dieser Weg zu unsicher und auch ich habe keine Lust für die letzten Meter zum Gipfel ständig bis zum Oberschenkel im Schnee zu stecken, das ist zu anstrengend. Wir entschließen uns auf den gegenüberliegenden Gipfel zu steigen. Wir stehen nun auf 1833m Höhe, die Aussicht ist super. Vorn Farchant aus kommt ein dicker Regenschauer auf uns zu und über dem Garmischer Tal scheint die Sonne. Weil es uns auf dem Gipfel zu zugig zum Essen ist, steigen wir ca. 150m abwärts und nehmen an einer windgeschützten Stelle unsere Brotzeit ein Nach ca. 1,5 Std. Abstieg sind wir wieder am Auto. Insgesamt waren kaum Wanderer unterwegs, das mag an den fehlenden Einkehrmöglichkeiten im oberen Teil der Tour liegen. Außerdem geht die gesamte Strecke an der Südflanke des Berges entlang. Für heiße Sonnentage bedeutet das verzichten oder viel Flüssigkeit mitnehmen. Nun standen wir zum zweiten Male an diesem Tourenwochenende nicht auf einem Gipfel. Dennoch, eine Tour ohne Gipfelglück ist mit der richtigen Partnerin Vergnügen und Glück genug.


2 Infos zur Tour
Wetterlage: Anfangs Sonnenschein, später ziehen Wolken auf . Während des Abstiegs ein kurzer Schauer. Wegen der Südlage der Strecke sollte diese Tour nicht unbedingt an heißen Sonnentagen gemacht werden.


Höhendifferenz:           Parkplatz - Gasthof St. Martin 400m, 

                                    Gasthof St. Martin - Gipfelgrat 800m, 

                                    Gipfelgrat - Gipfel Nammenlos 70 m, 

                                    Gesamt: 1270 m 


Gehzeiten: Parkplatz - Gasthof St. Martin 1 Std., Gasthof St. Martin - Gipfelgrat 2,5 Std., Gipfelgrat - Gipfel 20 min. Abstieg ca. 2,5 Std. Gesamtdauer der Tour ca. 7 Std.


Einkehrmöglichkeiten: Gasthof St. Martin 1100m. Touristisch voll erschossen, weil der Aufstieg vom Ort ca. 1 Std ist, die Aussicht super ist (wie ein Balkon über GAP) und die Steigung nur mäßig ist. 


Ausrüstung: Daypack, Pulli, Essen und Getränke


Literatur: Wintertouren (Bergverlag Rother) Tour Nr. 52